Die Methode mit der Leistung den optimalen ZZP zu finden ist an sich ist schon korrekt. Die Motoren haben je nach Brennraum-Geometrie, Zylinderkopf (z.B. Design Einlassventile bezüglich Ladungsbewegung wie Tumble oder Swirl), Anordnung der Zündkerze, Gemisch (fett/mager), etc. eine andere Brenngeschwindigkeit bzw. Zündverzug.
Der Zündzeitpunkt wird dann im Prinzip so eingestellt, dass die Ladung zu einem gewissen Zeitpunkt verbrannt ist (ich habe da 50% Umsetzung der Ladung bei etwa 7°KW n.OT. im Kopf). Liegt die Zündung zu früh, dann bekommt der Kolben einen auf die Mütze (der Kolben läuft noch Richtung OT während die Ladung schon weitgehend umgesetzt wurde). Das kostet Leistung -> ZZP zu früh!
Andersrum kann der Druck im Brennraum bei zu spätem ZZP nicht optimal ansteigen und er Kolben wird nicht so stark Richtung UT gedrückt -> ZZP zu spät.
Bei älteren Motoren mit niedriger Verdichtung kann man dieses Konzept wohl auch nutzen. Aber vor allem bei Turbo-Motoren und Motoren mit hoher Liter-Leistung ist der ZZP durch Klopfen begrenzt. Sprich man muss später Zünden als eigentlich optimal wäre und bekommt damit nicht den optimalen Verbrennungs-Wirkungsgrad. Leistungsmäßig könnte man den ZZP noch früher einstellen (würde den Motor aber mittelfristig beschädigen).
Die Drucksensoren welche >60bar abkönnen kommen meistens im M12-Gewinde. Schläuche kann man da vergessen, die werden riesig! Höchstens noch Stahlrohre.
Spätestens mit der Temperatur und Messgeschwindigkeit bist du aber raus. In den Messzündkerzen sind Piezo-Sensoren drin welche mit sehr teuren Ladungsverstärkern ausgewertet müssen.
Deswegen haben sich halt auch die billigen Klopfsensoren durchgesetzt ... hab heute erst wieder einen bestellt. Gebraucht 15 Euro
Gruß
Sebastian